Trainingslager U16 in Lindow – Ehrliche Bestandsaufnahme vor der Landesverbandsmeisterschaft

Vom 08. bis 10. Mai 2026 trafen sich 19 Athleten der brandenburgischen U16-Auswahl zum Trainingslager in Lindow. Besonders erfreulich: Vier Talente aus der U14 wurden ebenfalls eingeladen und sammelten wertvolle Erfahrungen auf höherem Niveau.

Unter der Leitung von Landestrainer Oliver Herrmann, Stützpunkttrainer Wolf Hildebrandt und Daniel Lochow aus Oranienburg lag der Schwerpunkt auf dem 7er Rugby – der Vorbereitung auf die Landesverbandsmeisterschaft am 06./07. Juni in Berlin.

Klare Worte, klare Ziele

Die Trainer zogen eine ehrliche Bilanz: Im Grundlagenbereich gibt es noch erheblichen Nachholbedarf. Andere Landesverbände sind derzeit weiter – eine Tatsache, die das Team offen angenommen hat. Die Rolle des Underdogs wurde bewusst akzeptiert, ohne dabei den Anspruch aufzugeben, sich weiterzuentwickeln und die Herausforderung anzunehmen.

Grundlagen als zentrale Hausaufgabe

Ein zentrales Thema des Trainingslagers war die Arbeit an rugbyspezifischen Grundlagen – Bereichen, die eigentlich bereits in den Vereinen fest verankert sein sollten. Dazu gehören grundlegende Passfertigkeiten wie Catch & Pass, aber auch das Laufen in Linien, das Timing im Angriffsspiel, einfache Verteidigungsstrukturen sowie die körperliche Grundfitness und Spielintelligenz. Diese Bausteine bilden das Fundament für höheres Niveau – und genau dort besteht bei einigen Spielern noch Nachholbedarf.

Die klare Botschaft der Trainer: Was im Verband aufgebaut werden soll, muss in den Vereinen täglich geübt werden. Landesauswahltraining kann und soll keine Vereinsarbeit ersetzen – es ist die Aufgabe der Clubs, ihre Spieler mit soliden Grundlagen auszustatten, damit die Auswahltrainer auf einem höheren Niveau aufbauen können.

Dennoch: Individuelle Stärken sind vorhanden und stimmen zuversichtlich für die kommenden Aufgaben.

Sanssouci Pokal als Generalprobe

Vor der LVM nutzt die Auswahl den Sanssouci Pokal am 23./24. Mai in Potsdam als Generalprobe – um zu sehen wo man steht und die letzten Stellschrauben zu justieren.